Artmarket.com veröffentlicht den Artprice-Jahresbericht 2020 über den Kunstmarkt
Die Pandemie erzwang eine noch nie dagewesene Digitalisierung des Marktes - und rettete damit Auktionsumsätze
publiziert: Sonntag, 28. Mrz 2021 / 04:24 Uhr
Art Market Confidence Index
Art Market Confidence Index

Paris - Der 23. artprice Jahresbericht über den Kunstmarkt bietet eine weltweite Analyse der öffentlichen Versteigerungen im Bereich der Bildenden Künste - Malerei, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Drucke und Installationen - vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020.

Das, was eine Zeitlang als «leeres Jahr» für den Kunstmarkt prognostiziert wurde, erwies sich als viel positiver als erwartet. Die Absage von Messen, Ausstellungen und sämtlichen Verkäufen im März 2020 löste die Befürchtung aus, der Kunstbetrieb könnte komplett stillgelegt werden. Aber im Gegensatz zu Museen, die die Auswirkungen der Covid-Beschränkungen mit voller Wucht traf, fanden Auktionshäuser dank der Dematerialisierung durch digitale Technologie schnell Wege, ihre Kernaktivitäten zu bewahren: Im Vergleich zum Jahr 2019 behielten sie 79 % ihres Umsatzes bei und verkauften ein Losvolumen, das 91 % der Vorjahresmenge entspricht.

Der Art Market Confidence Index von Artprice im Jahr 2020

AMCI: Art Market Confidence Index

Der Jahresbericht 2020 über den Kunstmarkt ist kostenlos, vollständig und in drei Sprachen sowohl online als auch als PDF-Datei erhältlich:

Französisch: fr.artprice.com/artprice-reports/le-marche-de-lart-en-2020
Englisch: www.artprice.com/artprice-reports/the-art-market-in-2020
Mandarin: zh.artprice.com/artprice-reports/zh-the-art-market-in-2020

Thierry Ehrmann, Geschäftsführer und Gründer von Artmarket.com und der Abteilung Artprice, freut sich, die kostenlose Veröffentlichung des 23. Jahresberichts über den Kunstmarkt (2020) bekanntzugeben:

«Die Pandemie, die über die Welt hereinbrach, zwang die Kunstmarktexperten, einen Digitalisierungsprozess zu beschleunigen, den sie zu lange aufgeschoben hatten. Vor zwölf Monaten zeigte diese Branche noch eine gewisse Abneigung gegen alles, was mit digitaler Kultur zu tun hatte - verbunden mit dem Unwillen, effektive IT-Tools zu implementieren. Im Gegensatz zu dieser Aufschiebetaktik, die einen Grossteil des Kunstsektors im Vergleich zum Rest der Wirtschaft um fast dreissig Jahre zurückwarf, hat Artprice nie aufgehört, Neuerungen einzuführen und den Boden für die unvermeidliche Zukunft zu bereiten.

Deshalb hat unsere Gruppe - trotz der Situation - alle Hauptakteure des Kunstmarkts mit viel Enthusiasmus bei der historischen Herausforderung unterstützt, in nur wenigen Monaten (manchmal sogar nur wenigen Wochen) drei Jahrzehnte Starrsinn wiedergutzumachen.»

Art Market 2.0

Der Kunstmarkt hat ein neues Wirtschaftsmodell eingeführt und ein neues Gleichgewicht erreicht, das die optimistischsten Prognosen nicht vor dem Jahr 2025 erwartet hatten. Er ist jetzt viel besser für die Arbeit mit zeitgemässen Lebens- und Sammelformen - nämlich denen des 21. Jahrhunderts - gerüstet.

Der Bericht widmet sich einer Vielzahl Pandemie-bedingten als auch gesellschaftlichen, geografischen und technologischen Fragen und liefert interessante Einblicke.

(ps/pd)

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